Oliver Mommsen

Der in Düsseldorf geborene Schauspieler Oliver Mommsen besuchte die Schauspielschule Maria Körber in Berlin. Es folgte eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regisseur Stefan Bachmann und der Gruppe „Theater Affekt“, aus der sich unter anderem Engagements für die Züricher Festspiele, das Schauspielhaus in Wien und die Volksbühne (Prater) ergaben.

Seit 1996 ist Oliver Mommsen regelmäßig in Hauptrollen im Fernsehen zu sehen. 2001 stand er mit Laura Tonke in dem Kinofilm „Junimond“ vor der Kamera, in dem er einen traumatisierten Ex-Soldaten spielte. Noch in demselben Jahr wurde er dem breiten Publikum durch seinen Einstieg in den Bremer Tatort bekannt, in welchem er neben Sabine Postel den Ermittler Nils Stedefreund spielt. Für die Folge „Scheherazade“ bekam er 2006 den Deutschen Krimipreis als Best Supporting Actor.

Es folgten viele erfolgreiche Fernsehproduktionen. 2006 spielte Oliver Mommsen in der ARD-Serie „Das Beste aus meinem Leben“ die Hauptrolle als Zeitungsjournalist Max Miller nach der „SZ-Magazin“-Kolumne des Autors Axel Hacke. In dem Fernsehfilm „Woran dein Herz hängt“ (ARD) spielte er 2008 neben Julia Koschitz die Hauptrolle des Rechtsanwalts Siegfried Hübner. 2009 war er in der RTL-Produktion „Westflug“, welche auf der wahren Geschichte einer Flugzeugentführung nach Westdeutschland basiert, und in dem Drama „Sie hat es verdient“ (ARD) an der Seite von Veronica Ferres zu sehen, sowie in der Hauptrolle des SAT.1-Films „Sind denn alle Männer Schweine?“. Als Nils Stedefreund ging er im Februar 2013 in der Tatort-Folge „Puppenspieler“ nach Afghanistan. Aber schon kurze Zeit später konnten die Tatort-Fans aufatmen: Im Juni 2013 kehrte er in „Er wird töten“ zu seiner Kollegin Inga Lürsen (Sabine Postel) zurück. Im Oktober 2013 sah man ihn an der Seite von u.a. Christiane Hörbiger in „Stiller Abschied“ (ARD) sowie in der Hauptrolle in der ARD-Produktion „Komasaufen“. 2014 begeisterte Oliver Mommsen Millionen Zuschauer in dem romantischen ARD-Thriller „Ohne Dich“. Im selben Jahr war er in dem Sozialdrama „Ein offener Käfig“ zu sehen. Der Film über die Resozialisierung eines Sexualstraftäters, dessen Bruder Oliver Mommsen spielt, gewann den Medienkulturpreis und Drehbuchpreis beim Festival des deutschen Films. 2015 drehte Oliver Mommsen die Fernsehfilme „Handwerker und andere Katastrophen“ und „Eltern allein zu Haus“, sowie den Kinofilm „Die Haut der Anderen“. Demnächst ermittelt Oliver Mommsen wieder als Nils Stedefreund. Der Tatort „Echolot“ wird am 30. Oktober in der ARD gezeigt.

Seiner Liebe zum Theater bleibt der Schauspieler derweilen treu. 2010 wirkte er bei der Produktion „Der nackte Wahnsinn“ beim Theatersommer in Haag (Österreich) mit. Im selben Jahr beeindruckte er in der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin mit dem Stück „Gut gegen Nordwind“ nach dem Briefroman von Daniel Glattauer, welches aufgrund des großen Erfolges Anfang 2012 noch einmal aufgeführt wurde. Auf derselben Bühne spielte er außerdem die tragende Rolle in der Komödie „Fettes Schwein“ von Neil LaBute an der Seite von Andreas Schmidt. 2013 und 2014 war er in „Eine Sommernacht“ in der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin zu sehen. Das Stück wurde mit dem Monica-Bleibtreu-Preis für die Beste Komödie ausgezeichnet. 2014 sah man ihn im Schlosspark Theater Berlin in „The King´s Speech“ als stotternden König Georg VI. Im darauffolgenden Jahr spielte Oliver Mommsen in der Komödie am Kurfürstendamm im Stück „Lieber Schön“ die Hauptrolle, wofür er für den Theaterpreis Goldener Vorhang nominiert wurde.

Oliver Mommsen lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Seit seiner Kindheit ist er begeisterter Tennisspieler. Seit 2005 ist er Botschafter der SOS-Kinderdörfer, wo er sich auch vor Ort aktiv engagiert.

 

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